DGUV V3 Prüfung Trier: Elektroprüfung für Hochschule, Handwerk, Weinwirtschaft & mehr
Wer im Tagesgeschäft einen Prüftermin verpasst, merkt das oft nicht sofort. Auffällig wird die Lücke meist erst dann, wenn nach einem Schaden der Versicherer das Prüfprotokoll sehen will. Für diesen Nachweis sorgt in Trier die GBS Gesellschaft für Betriebssicherheit mbH: Das Unternehmen übernimmt die wiederkehrende Elektroprüfung nach DGUV Vorschrift 3 für Betriebe, Hochschuleinrichtungen und Weingüter der Region.
Geprüft wird ausschließlich durch eine befähigte Person nach TRBS 1203. „Der Einsatz lediglich elektrisch unterwiesener Personen ohne entsprechende Ausbildung kommt für uns nicht infrage“, heißt es dazu bei GBS. „Das ist keine Formalie, sondern eine gesetzliche Pflicht des Arbeitgebers.“
Trier zwischen Hörsaal, Werkstatt und Weinberg
In Trier liegen Hochschule, Handwerk und Weinwirtschaft ungewöhnlich nah beieinander. Die IHK Trier vertritt in der Region rund 28.000 Unternehmen mit zusammen 90.000 Mitarbeitern (IHK Trier, Daten und Fakten, abgerufen im September 2026). Parallel dazu zählt die Handwerkskammer Trier 7.295 Mitgliedsbetriebe mit rund 37.000 Beschäftigten und über 2.600 Auszubildenden (HWK Trier, Zahlen, Daten, Fakten, Stand Ende 2024).
Dazu kommt die Universität Trier mit rund 10.600 Studierenden und etwa 2.000 Beschäftigten, die auf dem Campus über der Stadt lehren, lernen und forschen (Universität Trier, abgerufen im September 2026). Und wer die Mosel hinauf und hinab fährt, sieht den dritten Wirtschaftszweig direkt an den Hängen: Das Weinanbaugebiet Mosel umfasst 8.440 Hektar Rebfläche, bewirtschaftet von rund 2.400 Winzerbetrieben; der Bereich Bernkastel als größter der sechs Weinbaubereiche reicht von Trier bis Briedel (Weinland Mosel, Daten und Fakten, Stand Ende 2024).
Ein Hörsaal mit Labortechnik, eine Schreinerei mit Maschinenpark und ein Weingut mit Kelterei und Kühltechnik haben elektrisch wenig gemeinsam, außer der Prüfpflicht selbst.


So beginnt eine Prüfung bei GBS
Schon beim ersten Rundgang durch den Betrieb legt GBS fest, in welche Kategorie jedes einzelne Betriebsmittel gehört, und trägt diese Zuordnung dauerhaft in das Prüfprotokoll ein, nicht erst das spätere Messergebnis. Für diese Zuordnung ist ausschließlich eine befähigte Person nach TRBS 1203 zuständig.
Der Aufwand lohnt sich, sobald ein Streitfall eintritt: Ohne saubere Kategorisierung lässt sich im Nachhinein kaum klären, ob ein Gerät als ortsveränderlich oder als ortsfest hätte geführt werden müssen. Genau diese Unterscheidung prüft im Schadensfall der Versicherer nach, und aus einer ursprünglich bloßen Ordnungswidrigkeit wird dann schnell ein handfestes Haftungsproblem für den Betreiber.
Was die DGUV Vorschrift 3 für Trierer Betriebe bedeutet
Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) verpflichtet Arbeitgeber in ihrer Vorschrift 3, elektrische Anlagen und Betriebsmittel wiederkehrend auf ihren ordnungsgemäßen Zustand prüfen zu lassen. Ergänzt wird sie von der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und vom Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG).
Nach § 1 Absatz 2 ArbSchG gilt diese Pflicht ausdrücklich für den öffentlichen Dienst ebenso wie für private Betriebe. Eine staatliche Hochschule ist damit genauso prüfpflichtig wie ein Handwerksbetrieb oder ein privat geführtes Weingut. Verantwortlich bleibt in jedem Fall der Betreiber, selbst wenn er die Durchführung an einen Dienstleister vergibt.


Wer in Trier nach DGUV V3 prüfen darf
§ 14 Absatz 2 BetrSichV legt fest, wer die wiederkehrende Prüfung elektrischer Arbeitsmittel durchführen darf: eine hierfür befähigte Person. Die TRBS 1203 konkretisiert die Anforderungen an diese Qualifikation, dazu zählen eine abgeschlossene Berufsausbildung, praktische Erfahrung und eine aktuelle Tätigkeit im jeweiligen Prüfgebiet.
Die Durchführungsanweisungen zur DGUV Vorschrift 3 erlauben es zwar, einzelne Teilaufgaben an elektrotechnisch unterwiesene Personen zu delegieren, sofern eine Elektrofachkraft die Aufsicht führt. Bei GBS entfällt diese Möglichkeit bewusst: Zum Einsatz kommen ausnahmslos Elektrofachkräfte mit abgeschlossener Ausbildung im Elektrohandwerk.
Was die Prüfung kostet
Eine belastbare Zahl entsteht erst nach der Bestandsaufnahme. Vorher steht weder fest, welche Prüfobjekte im Haus sind, noch in welche Kategorie sie fallen.
Was den Aufwand im Einzelfall bestimmt, zeigt die Seite Kosten der DGUV V3 Prüfung für Unternehmen im Einzelnen.



