DGUV V3 Prüfung Neuwied: Elektroprüfung für Mittelstand, Medizintechnik und Industrie am Mittelrhein
Ob Sicherheitstechnik für den Absturzschutz, Verbandmaterial für Kliniken oder Stahlhandel, in Neuwied sitzen Mittelständler mit ganz unterschiedlichem Kerngeschäft dicht beieinander, oft nur eine Gewerbegebietsstraße voneinander entfernt. Eine Pflicht eint sie trotzdem alle: die wiederkehrende Prüfung ihrer elektrischen Anlagen und Betriebsmittel nach DGUV Vorschrift 3.
Für Betriebe in Neuwied übernimmt die GBS Gesellschaft für Betriebssicherheit mbH genau diese Prüfung, vom Verteilerkasten in der Fertigungshalle bis zum Laptop im Büro. Auf eine geringer qualifizierte Kraft verzichtet das Unternehmen dabei bewusst.
„Der Einsatz lediglich elektrisch unterwiesener Personen ohne entsprechende Ausbildung kommt für uns nicht infrage“, heißt es auf der Unternehmenswebsite. „Das ist keine Formalie, sondern eine gesetzliche Pflicht des Arbeitgebers.“
Neuwied als Standort zwischen Sicherheitstechnik, Medizinprodukten und Stahlhandel
28.209 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiteten zuletzt in Neuwieder Betrieben, bei einem Pendlerüberschuss von 3.334 Personen täglich (Stadt Neuwied, Daten & Fakten zum Wirtschaftsstandort, abgerufen im September 2026). Auf 5,36 Quadratkilometern Gewerbefläche verteilt sich dabei ein ungewöhnlich breiter Branchenmix für eine Stadt dieser Größe.
Zwei Namen stehen dafür beispielhaft. Die SKYLOTEC GmbH fertigt am Standort Neuwied-Niederbieber persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz, vom Klettergurt bis zum Sicherungssystem für Industriebetriebe (SKYLOTEC, Niederlassungen, abgerufen im September 2026). Nur wenige Kilometer entfernt stellt die Lohmann & Rauscher GmbH & Co. KG Verbandmaterial und Medizinprodukte für Kliniken und Pflegeeinrichtungen her.
Dazu kommen Betriebe aus Stahlhandel, Feuerfesttechnik und Kunststoffverpackung, die auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben. Wie eine Prüfung konkret abläuft, unterscheidet sich dabei je nach Betrieb erheblich: Eine Sicherungsanlage in der Fertigung von Schutzausrüstung braucht eine andere Herangehensweise als eine Verpackungslinie oder ein Lager für Stahlprodukte. Was am Ende zählt, bleibt bei allen dreien dasselbe Regelwerk der DGUV Vorschrift 3.


Was Betriebe in Neuwied rechtlich zur Prüfung verpflichtet
Den rechtlichen Rahmen setzt die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) mit ihrer Vorschrift 3: Arbeitgeber müssen elektrische Anlagen und Betriebsmittel wiederkehrend kontrollieren lassen. Ergänzt wird das Regelwerk durch die Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), die beide dieselbe Grundpflicht absichern.
§ 14 BetrSichV verlangt die Prüfung bei drei Anlässen: vor der ersten Inbetriebnahme, danach wiederkehrend in festen Abständen, und zusätzlich nach jedem Umbau oder Schadensfall (abgerufen im September 2026). Wer diese Aufgabe an einen externen Dienstleister vergibt, bleibt trotzdem selbst verantwortlich, das stellt dasselbe Paragrafenwerk klar.
Auch für den öffentlichen Bereich gilt keine Ausnahme: § 1 Absatz 2 ArbSchG nimmt ausdrücklich Behörden und kommunale Einrichtungen in die Pflicht, mit denselben Anforderungen wie bei einem privaten Industriebetrieb.
Die Rolle der befähigten Person ist dabei nicht frei wählbar: § 14 Absatz 2 BetrSichV schreibt sie für die Prüfung ausdrücklich vor, und die TRBS 1203 legt fest, was das konkret bedeutet: eine einschlägige Berufsausbildung, gesammelte Praxis und eine ständige, nicht nur gelegentliche Beschäftigung mit dieser Prüftätigkeit. Bei GBS übernehmen ausschließlich Elektrofachkräfte mit abgeschlossener Ausbildung im Elektrohandwerk diese Aufgabe, ob der Auftraggeber nun Schutzausrüstung herstellt, Medizinprodukte fertigt oder ein Handwerksbetrieb ist.
So läuft eine Prüfung bei GBS in Neuwied ab
Bevor überhaupt gemessen wird, sichtet eine befähigte Person nach TRBS 1203 gemeinsam mit dem Betrieb Halle, Lager und Büroräume und legt für jedes Betriebsmittel die passende Kategorie fest. Diese erste Einordnung landet vollständig im Prüfprotokoll, nicht erst das spätere Messergebnis.
Der weitere Auftrag gliedert sich in feste Schritte:
Im Kundenportal steht jedes Protokoll danach dauerhaft zum Abruf bereit, samt aller gemessenen Werte. Meldet ein Versicherer nach einem Schaden Zweifel an, ist damit sofort belegt, wann zuletzt geprüft wurde.

Was Neuwieder Betriebe für die Prüfung einplanen sollten
Ein pauschaler Preis pro Standort lässt sich vorab kaum nennen, denn der Aufwand hängt direkt am tatsächlich vorgefundenen Bestand: Ein Hersteller von Schutzausrüstung bringt einen anderen Gerätepark mit als ein Medizinprodukte-Betrieb oder ein Lager für Stahlprodukte. Auch wie gut ein Standort in Neuwied für die Anfahrt erreichbar ist, wirkt sich auf den Aufwand aus.
Wovon der Preis im Einzelfall abhängt, listet die Seite Kosten der DGUV V3 Prüfung für Unternehmen im Detail auf.




