DGUV V3 Vorbereitung – so organisieren Unternehmen die Prüfung richtig

Die Vorbereitung der DGUV V3 Prüfung entscheidet darüber, ob sie reibungslos abläuft. Fehlende Unterlagen, ungekennzeichnete Geräte oder ungeklärte Zuständigkeiten können zu Verzögerungen führen. Unternehmen, die ihre DGUV V3 Prüfung vorbereiten, schaffen klare Abläufe und reduzieren Ausfallzeiten im Arbeitsalltag. Gleichzeitig lassen sich Rückfragen, Nachprüfungen und zusätzlicher Organisationsaufwand vermeiden. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Schritte vor dem Prüftermin wichtig sind und welche Unterlagen bereitliegen sollten.

Gute Vorbereitung spart Zeit und Aufwand

Eine optimale Vorbereitung verkürzt den Aufwand während der Prüfung. Prüfer erhalten schneller Zugriff auf Geräte, Unterlagen und relevante Informationen. Besonders in Unternehmen mit vielen elektrischen Betriebsmitteln spart eine frühzeitige Organisation Zeit und reduziert Unterbrechungen im Tagesgeschäft. Hilfreich ist außerdem eine interne DGUV V3 Checkliste, mit der Zuständigkeiten, Gerätestandorte und vorhandene Dokumente vorab erfasst werden.

Vollständige Gerätelisten schaffen Klarheit für die Prüfung

Vor der Prüfung sollten alle elektrischen Betriebsmittel erfasst werden. Fehlende Geräte führen häufig zu Nachprüfungen oder unvollständigen Dokumentationen. 

 

Ortsveränderliche Geräte

Zu den ortsveränderlichen Geräten gehören alle elektrischen Betriebsmittel, die bewegt oder an unterschiedlichen Orten eingesetzt werden. Dazu zählen Computer, Monitore, Drucker, Mehrfachsteckdosen, Kaffeemaschinen, Ladegeräte, Werkzeuge oder Verlängerungskabel. Geräte in Schränken, Nebenräumen oder Homeoffice-Bereichen werden häufig vergessen und sollten frühzeitig berücksichtigt werden. Sinnvoll ist eine zentrale Liste mit Gerätename, Standort, Inventarnummer und Ansprechpartner.

 

Ortsfeste Betriebsmittel

Ortsfeste Betriebsmittel sind fest installierte elektrische Anlagen oder Geräte, die nicht ohne Weiteres bewegt werden können. Dazu gehören Unterverteilungen, Steckdosenanlagen, Beleuchtungssysteme, Klimaanlagen oder fest angeschlossene Maschinen. Wichtig ist außerdem, dass Zugänge zu Technikräumen, Unterverteilungen und elektrischen Anlagen am Prüfungstag frei zugänglich sind. 

 

Maschinen und besondere Arbeitsbereiche

Produktionsmaschinen, Werkstattbereiche oder technische Sonderanlagen benötigen oft eine erweiterte Prüfung. Betroffen sind unter anderem Fertigungsanlagen, Hebetechnik, Lagertechnik oder Maschinen mit komplexen Steuerungen.

Welche Unterlagen sind für die DGUV V3 Prüfung hilfreich?

Vollständige Dokumente erleichtern die Prüfung und reduzieren Rückfragen während des Termins. Fehlende Nachweise kosten Zeit und erschweren die Bewertung bestehender Anlagen und Geräte. 

 

Frühere Prüfprotokolle

Vorhandene Prüfprotokolle liefern wichtige Informationen über den bisherigen Zustand elektrischer Betriebsmittel und Anlagen. Prüfer erkennen dadurch frühere Mängel, bereits durchgeführte Maßnahmen und bestehende Prüffristen. Das erleichtert die Einordnung aktueller Ergebnisse und verhindert doppelte Arbeitsschritte. Unternehmen sollten die Protokolle vollständig und geordnet bereitstellen. Besonders hilfreich sind digitale Unterlagen mit eindeutiger Zuordnung zu Geräten oder Anlagen. 

 

Gerätelisten

Aktuelle Gerätelisten bilden die Grundlage für eine strukturierte Prüfung. Sie zeigen, welche elektrischen Betriebsmittel im Unternehmen vorhanden sind und welche Bereiche geprüft werden müssen. Ohne vollständige Erfassung entstehen häufig Lücken in der Dokumentation oder zusätzliche Nachtermine. Sinnvoll sind Listen mit Inventarnummer, Gerätestandort, Gerätetyp und verantwortlicher Abteilung. Auch neu angeschaffte oder ausgeliehene Geräte müssen berücksichtigt werden. 

 

Pläne oder Inventarübersichten

Pläne und Inventarübersichten helfen dabei, elektrische Anlagen und Geräte schneller zu lokalisieren. Das betrifft vor allem größere Gebäude, Werkhallen, Produktionsbereiche oder verzweigte Büroflächen. Hilfreich sind Stromlaufpläne, Verteilerübersichten, Raumpläne oder digitale Inventarsysteme. Änderungen an Anlagen oder Raumstrukturen sollten ebenfalls dokumentiert sein. 

Das sollten Sie vor dem Prüftermin intern organisieren

Eine gute Organisation innerhalb des Unternehmens erleichtert den gesamten Prüfablauf. Viele Verzögerungen entstehen durch fehlende Ansprechpartner, verschlossene Räume oder nicht abgestimmte Arbeitsbereiche. 

 

Ansprechpartner benennen

Vor dem Prüftermin sollte festgelegt werden, wer die Prüfung intern begleitet und für Rückfragen erreichbar ist. Ein zentraler Ansprechpartner beschleunigt Abstimmungen und verhindert unnötige Wartezeiten. Sinnvoll ist außerdem eine Vertretung für den Fall kurzfristiger Ausfälle. Geeignet sind Mitarbeitende aus Technik, Facility Management, IT oder der jeweiligen Abteilung. 

 

Zugänge sicherstellen

Technikräume, Unterverteilungen, Werkstätten oder abgeschlossene Büros müssen am Prüfungstag frei zugänglich sein. Fehlende Schlüssel oder gesperrte Bereiche führen häufig zu Unterbrechungen und Nachprüfungen. Besonders bei mehreren Standorten oder großen Gebäuden sollte der Zugang frühzeitig organisiert werden. Auch Arbeitsplätze im Homeoffice oder externe Lagerbereiche müssen berücksichtigt werden, wenn dort prüfpflichtige Geräte genutzt werden. 

 

Mitarbeiter informieren

Die Mitarbeiter sollten frühzeitig wissen, wann die Prüfung stattfindet und welche Bereiche betroffen sind. Das erleichtert die Terminplanung und verhindert Störungen im Arbeitsalltag. Besonders wichtig ist die Abstimmung in Bereichen mit laufender Produktion oder sensiblen Arbeitsprozessen.

DGUV V3 Checkliste für die Vorbereitung auf den Prüftag 

Folgende Punkte sollten vor Prüfungsbeginn berücksichtigt werden:

 

☐ Ansprechpartner aus Technik, IT oder Facility Management benennen

☐ Alle prüfpflichtigen Geräte vollständig erfassen

☐ Verlängerungskabel, Mehrfachsteckdosen und Ladegeräte berücksichtigen

☐ Frühere Prüfprotokolle und Unterlagen griffbereit ablegen

☐ Zugänge zu Verteilungen, Technikräumen und Maschinen organisieren

☐ Mitarbeitende über Ablauf und mögliche Unterbrechungen informieren

☐ Arbeitsplätze und Geräte frei zugänglich machen

☐ Homeoffice- und Außendienstgeräte einplanen

☐ Neu angeschaffte Geräte erfassen

☐ Produktionszeiten oder Maschinenstillstände abstimmen

☐ Mängel aus früheren Prüfungen überprüfen

☐ Verantwortlichkeiten für Rückfragen intern klären

Worauf kommt es nach der DGUV V3 Prüfung an?

Nach der Prüfung sollten die Unterlagen der DGUV V3 Prüfung zentral abgelegt und eindeutig den jeweiligen Geräten oder Anlagen zugeordnet werden. Eine vollständige Dokumentation erleichtert spätere Nachweise gegenüber Behörden, Versicherungen oder internen Verantwortlichen. Festgestellte Mängel sollten zeitnah bearbeitet und dokumentiert werden. Wichtig ist außerdem eine vorausschauende Planung der nächsten Prüffristen.

GBS unterstützt Sie bei der Geräteprüfung & Vorbereitung

GBS begleitet Unternehmen bereits vor dem Prüftermin bei der Vorbereitung auf die DGUV V3 Prüfung. Dazu zählen die Erfassung prüfpflichtiger Geräte, die Abstimmung relevanter Prüfbereiche sowie die Sichtung und Aufbereitung vorhandener Unterlagen. Wir schaffen die Grundlage für eine rechtssichere und professionell durchgeführte DGUV V3 Prüfung.

Fazit

Unternehmen profitieren von einer professionell vorbereiteten DGUV V3 Prüfung, da sich der gesamte Ablauf besser koordinieren lässt und unnötige Unterbrechungen im Betrieb vermieden werden. Wenn Geräte bereits erfasst, Unterlagen vollständig aufbereitet und Prüfbereiche im Vorfeld abgestimmt sind, kann die Prüfung deutlich effizienter durchgeführt werden. Gleichzeitig entsteht eine saubere Dokumentation, die spätere Nachweise und kommende Prüftermine wesentlich einfacher macht.

FAQ

Hilfreich sind frühere Prüfprotokolle, aktuelle Gerätelisten, Inventarübersichten sowie Pläne elektrischer Anlagen und Unterverteilungen.

Ja, prüfpflichtige Geräte und Anlagen sollten am Prüfungstag erreichbar sein. Dazu gehören auch Geräte in Nebenräumen, Technikbereichen oder einzelnen Büroflächen.

Die Mitarbeiter sollten frühzeitig über Termin, Ablauf und betroffene Bereiche informiert werden. Arbeitsplätze können dadurch vorbereitet und Geräte rechtzeitig bereitgestellt werden.

Nach der Prüfung erhalten Unternehmen die Prüfprotokolle und eine Übersicht möglicher Mängel oder notwendiger Maßnahmen. Festgestellte Mängel sollten dokumentiert und zeitnah behoben werden.